Sonntag, 19 April 2020 10:59

Wichtige Regeln zur langsamen Öffnung der Schule

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Sehr geehrte Schulgemeinde,

nach den Osterferien bleibt der Schulbetrieb in Hessen zunächst noch eine weitere Woche vollständig ausgesetzt. Ab dem 27. April 2020 wird der Schulbetrieb schrittweise wieder aufgenommen. Aufgrund der hohen Anforderungen des Infektionsschutzes (Einhaltung der Abstandsgebote, hygienische Maßnahmen) wird die Wiederaufnahme des Schulbetriebs in Hessen in verschiedenen Etappen bzw. Stufen erfolgen müssen. Dabei gilt die grundsätzliche Maxime, dass aufgrund der hohen hygienischen Anforderungen in einem ersten Schritt höhere Jahrgangsstufen wieder in den Präsenzunterricht wechseln sollen.

  • Der Jahrgang Q4 muss nicht mehr - außer zu den Präsentationsprüfungen, den mündlichen Abiturprüfungen und den schriftlichen Nachprüfungen - in die Schule.
  • Für den Jahrgang Q2 beginnt ab Mo, 27.04.2020 der Unterricht.
  • Die E-Phase soll dann - soweit es die weitere Entwicklung der Pandemie zulässt - im Laufe des Monats Mai folgen. Bis dahin wird das Homeschooling fortgesetzt. Es soll allen Schülerinnen und Schülern in diesem Schuljahr noch einmal ermöglicht werden, Unterricht vor Ort zu erhalten. Weitere Informationen erfolgen nach den Beratungen der Ministerpräsidenten mit der Bundekanzlerin am 30. April 2020. Um die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln zu gewährleisten, werden die Klassen auf eine maximale Größe von 15 Schülerinnen und Schülern verkleinert. Die organisatorischen Rahmenbedingungen dazu werden uns noch durch das Hessische Kultusministerium mitgeteilt.

Schülerinnen und Schüler, die bei einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus dem Risiko eins schweren Krankheitsverlaufs ausgesetzt sind, sind vom Schulbetrieb weiter befreit. Gleiches gilt für Schülerinnen und Schüler, die mit Angehörigen einer Risikogruppe in einem Haushalt leben.

Die Gruppengrößen richten sich nach den räumlichen Gegebenheiten vor Ort. Zwischen den Schülerinnen und Schülern sollte eine Mindestabstand von 1,5 Metern in allen Richtungen eingehalten werden. Weitere Absprachen mit den Gesundheitsbehörden und den Schulträgern sind derzeit in der Abstimmung. Die Gruppengröße soll in der Regel 15 Schülerinnen und Schüler nicht übersteigen.

Der Unterricht soll in der Regel einen Umfang von mindestens 20 Wochenstunden umfassen. Da die Schulen vor Ort die Gegebenheiten am besten einschätzen können, kann es notwendig sein, Stundenplananpassungen vorzunehmen.
Im Rahmen der vorhandenen Personal- und Raumkapazitäten können zudem sogenannte Präsenztage in jeder Woche vorgesehen werden, an denen Unterricht erfolgt und zusätzliche Arbeitsaufträge für andere Tage, die die Schülerinnen und Schüler nicht in der Schule verbringen, verteilt werden.

Bewertung der unterrichtsersetzenden Lernsituationen

Hinsichtlich der Bewertung der unterrichtsersetzenden Lernsituationen ist geregelt, dass nach Wiederaufnahme des Unterrichts keine Bewertung des Wissens und der Kompetenzen, die sich Schülerinnen und Schüler in der Zeit der Freistellung vom Unterricht angeeignet haben, im Sinne einer Leistungsbewertung gemäß §73 HSchG erfolgen darf.

Notwendig ist aber, dass die Lehrkräfte nach der Wiederaufnahme des Unterrichts die Lernstände der Schülerinnen und Schüler ermitteln und die Inhalte der Lernangebote aus dieser Zeit aufgreifen. Nach der vertieften Behandlung im regulären Unterricht können diese Inhalte zu einem geeigneten Zeitpunkt auch Gegenstand von Leistungsnachweisen werden und einer Leistungsbewertung unterliegen. Ebenso ist es aus pädagogischen Erwägungen für die Lehrkraft möglich, besondere Leistungen der Schülerinnen und Schüler positiv zu berücksichtigen.

Übergänge in die höhere Jahrgangsstufe

Grundsätzlich werden die Versetzungsentscheidungen auf der Grundlage der Noten im Jahreszeugnis getroffen. Werden die Versetzungsbedingungen in diesem Schuljahr nicht erfüllt, erfolgt trotzdem ein Aufrücken in die höhere Jahrgangsstufe.

In den Fällen, in denen der vor der Zeit der Schulschließung gezeigte Leistungsstand der Schülerin oder des Schülers eine erfolgreiche Mitarbeit in der nächsthöheren Jahrgangsstufe nicht erwarten lässt, sollte die Möglichkeit der freiwilligen Wiederholung genutzt werden. Lehrkräfte und Klassenlehrkräfte beraten dabei.

Schulfahrten, Unterrichtsgänge und Betriebspraktika

Schulfahrten wie Schüleraustausche, Studien- und Klassenfahrten dürfen aufgrund der unklaren Reiselage in vielen Regionen und Ländern bis zum Beginn der Herbstferien nicht stattfinden.

Auch Betriebspraktika, Wanderungen, Exkursionen und der Besuch außerschulischer Lernorte entfallen in dieser Zeit (bis zu den Herbstferien), damit sich die Schulen in den ersten Wochen nach den Sommerferien voll auf den Unterricht und ggf. die Kompensation von ausgefallenem Lernstoff konzentrieren können. Es gelten die bereits kommunizierten Regelungen zur Kostenübernahme durch das Land.

Angesichts des noch unklaren weiteren Pandemieverlaufs sollen Schulen zudem bis auf weiteres keine Neubuchungen von Klassenfahrten außerhalb Deutschlands für das Schuljahr 2020/21 vornehmen.

Wie geht es genau weiter?

Die Schulen erhalten im Laufe der Zeit weitere ergänzende Informationen. Anfang der Woche erhalten wir Informationspakete zu Themenbereichen wie Übergänge/Versetzungsentscheidungen, Notengebung/Zeugnisse, weitere Details zur Durchführung der Abschlussprüfungen sowie ein Muster für einen schulischen Hygieneplan.

Außerdem erhalten wir rechtzeitig vor der Wiederaufnahme des Schulbetriebs u.a. eine Handreichung zu schulischen Lerninhalten für die unterrichtsersetzenden Lernsituationen zu Hause, zur Schülerbeförderung (in Abstimmung mit den Schulträgern), zum Personaleinsatz (Umgang mit Risikogruppen unter den Lehrkräften, Bedarfsdeckung), zu den Lehramtsprüfungen und zum Ganztag.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Hessischen Kultusministeriums.


Mit freundlichen Grüßen
Monika Weber-Backhaus

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