Mittwoch, 12 September 2018 22:48

Kampagne gegen Kinder- und Jugendarmut

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Mehr als 20% der Kinder in Frankfurt leben von Hartz IV und können deswegen nicht immer selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Weil das in einer so reichen Stadt wie Frankfurt nicht so bleiben darf, stellte der Frankfurter Jugendring heute 200 Schülerinnen und Schülern der Ernst-Reuter-Schule 1 seine Kampagne gegen Kinder- und Jugendarmut vor. Warum dieser Kampf gerade auch für Schülerinnen und Schüler wichtig ist, erläuterte der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) anhand seiner eigenen Schullaufbahn. Weil er mit der Leitung seines Gymnasiums bildungspolitisch nicht übereinkam, verließen er und mehrere weitere Schülerinnen und Schüler nach einem Streik für bessere und gerechtere Bildungsbedingungen gemeinsam ihre Schule und fanden an der Ernst-Reuter-Schule Aufnahme. Entscheidend sei das persönliche Umfeld, so Feldmann. Wenn man in einer Straße wohne, in der alle Kinder Abitur machen, müsse man erklären, warum man einen anderen Weg einschlage. Genauso sei es in einer Straße, in der man das einzige Kind sei, dass auf ein Gymnasium gehen wolle. Diese Haltungen zu verändern und die finanzielle und persönliche Unterstützung für arme Kinder und Jugendliche auszubauen, ist das Ziel der Kampagne des Frankfurter Jugendrings, dessen Vertreter die empirischen und politischen Hintergründe mit den Ernst-Reuter-Schülern diskutierten.

Der Frankfurter Jugendring ist der Dachverband von 29 Jugendverbänden in Frankfurt, darunter der Stadtschülerrat. Er wird ehrenamtlich geleitet und gestaltet eigene Projekte im Sinne der Mitglieder.

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